Wie versichert man sich gegen Hochwasser?

Der Juli war einer der regenreichsten Monate seit langem. Viele Straßen, Unterführungen, Keller oder eigene Grundstücke standen unter Wasser. Was sich viele Fragen, wie versichert man sein eigenes Haus gegen Hochwasser?

In der Wohngebäudeversicherung sind Schäden die durch Feuer, Sturm, Hagel und Leitungswasser mitversichert. Der wichtige Schutz gegen Hochwasser heißt Elementarversicherung. Diese muss als Risiko zusätzlich mit eingeschlossen werden.

Der Versicherer prüft dann anhand der Anschrift, die Gefährungsklasse, die sogenannte Zürs-Zone. Leider kann nicht jedes Haus versichert werden, z.B. wenn es in einer stark hochwassergefährdeten Gegend liegt. Sollte dies der Fall sein, kann den Versicherungsschutz gegen einen gewissen Risikozuschlag oder eine hohe Selbstbeteiligung eingeschlossen werden.

Jeder Hausbesitzer sollte sich deshalb fragen, ob er lieber einen höheren Beitrag zahlen möchte um die Elementarversicherung zu haben oder ob er auf den eigenen Schaden sitzen bleiben möchte.



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4 Kommentare auf "Wie versichert man sich gegen Hochwasser?"

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Tom
Gast

Da ich selber in Dresden wohne (das Jahrhunderthochwasser ist sicher auch außerhalb von Sachsen noch in den Gedächtnissen der Menschen) habe ich mich im Folgejahr auch um eine Hochwasserversicherung bemüht. Natürlich mindestens mal richtig unschön, dass ich auf dem Erstschaden sitzen blieb, aber damals gab es glücklicherweise viele Hilfsorganisationen und private Unterstützung

Rainer
Gast

Aus Sicht der Versicherungen natürlich verständlich, dass sie nur unwillig Versicherungen für besonders hochwassergefährdete Anwesen abschließen, aus Kundensicht ist das aber natürlich ein Unding. Denn was will man mit so einer Versicherung, wenn man sich nicht in einem Gefahrengebiet befindet?
Bzw. anders herum braucht man ja gerade dann eine Versicherung, wenn man in so einer Zone wohnt. Schon eine Zwickmühle.

Max
Gast

Wenn das auch kein Trost für Anwohnern in extremen Hochwasserregionen ist, das ZÜRS-System wird konstant weiterentwickelt.

Dabei erhalten nun auch Hausbesitzer eine Elementarschadenversicherung, die zuvor auf Grund von pauschal deklarierten Gefährdungsgebieten nicht versichert werden konnten.

Leider bleiben dabei, wie auch zu erwarten, die Gefährdungsklassen 3 und 4 weiterhin schwierig. Im Vergleich zum gesamten Bundesgebiet ist der Prozentsatz jener Objekte jedoch sehr gering.

Sina
Gast

Die Menschen in diesen Regionen sind echt nicht zu beneiden. Die Versicherungen die die zahlen sind bestimmt auch nicht gerade billig. Ich wäre dort längst weggezogen.

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