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Was macht man wenn der Schadenverursacher keine Haftpflichtversicherung hat?

Einige kennen das Problem. Jemand fügt einem einen Schaden zu aber dieser hat keine private Haftpflichtversicherung, die den Schaden übernehmen könnte.

Was kann man da tun?

Der Verursacher muss den Schaden aus eigener Tasche zahlen. Dieser hat jedoch kein Geld. Auch da muss man nicht auf den Kosten sitzen bleiben, wenn man selber eine Haftpflichtversicherung hat.

Die Forderungsausfalldeckung ist dabei das Zauberwort.

Die Leistungspflicht des Versicherers tritt ein, wenn der Versicherungsnehmer und/ oder die versicherten Personen gemäß gegen den Dritten vor einem deutschen Gericht einen rechtskräftig vollstreckbaren Titel oder ein notarielles Schuldanerkenntnis wegen eines Haftpflichtschadens erwirkt haben und Vollstreckungsversuche erfolglos geblieben sind.

Vollstreckungsversuche gelten als erfolglos, wenn die versicherte Person nachweist, dass

(1) entweder das Zwangsvollstreckungsverfahren (Sach-, Immobiliar oder Forderungspfändung) nicht oder nicht zur vollen Befriedigung

geführt hat oder

(2) eine selbst teilweise Befriedigung aussichtslos erscheint, weil der Schädiger in den letzten drei Jahren die eidesstattliche Versicherung abgegeben hat, das Insolvenzverfahren gegenüber dem Schädiger eröffnet wurde oder er in der örtlichen Schuldnerkartei des Amtsgerichts eingetragen ist.

Es muss also erst alles von einem selber versucht werden um an sein Geld zu kommen, bevor der eigene Versicherer eintritt. Es gibt dabei noch Unterschiede ab welcher Schadenhöhe der Versicherer das übernimmt. Der Versicherungsnehmer ist dabei verpflichtet seine Ansprüche an den Versicherer abzutreten und sich damit einverstanden erklären, dass der vollstreckbare Titel auf den Versicherer umgeschrieben wird. Natürlich gibt es auch Ausschlüsse, z.B. gegen Renten-, Sozial bzw. Sozialhilfeträger wenn diese leistungspflichtig sind.

Man sieht also mal wieder, dass die Haftpflichtversicherung zu den wichtigsten Versicherungen gehört, die man haben sollte.



Wartezeit in der Rechtsschutzversicherung

Warum gibt es eine Wartezeit?

Viele Menschen interessieren sich erst für eine Versicherung, wenn die Streitigkeit bereits eingetreten ist. Sei es der Streit mit dem Arbeitgeber oder der mit dem Vermieter. Viele Versicherer vereinbaren darum eine Wartzeit von meist 3 Monaten. Damit minimiert der Versicherer das Risiko für solche Fälle Anwalts- oder Prozesskosten zu tragen die abzusehen sind.

Die Wartezeit entfällt, wenn es einen nahtlosen Übergang zwischen Alt- und Neuvertrag gibt.



Wie hoch ist der Rechnungszins?

Der Rechnungszins, auch Garantiezins genannt ist ein Teil der Verzinsung von  Lebensversicherungen. Aktuell liegt er bei 1,75 %. Er wurde Anfang 2012 von 2,25 % gesenkt.

Lohnt es sich jetzt üerhaupt noch für Sparer in eine Lebensversicherung zu investieren? Ende der 90iger Jahre lag er noch bei knapp 4 %.

Zum Garantiezins kommen noch die laufenden Überschüsse und der Schlussüberschuss, der bei Ablauf erbracht wird.

Bezugsberechtigung bei Versicherungen

Was ist das Bezugsrecht?

Das Bezugsrecht regelt beispielsweise bei Unfallversicherungen oder bei Lebensversicherungen, wer der Berechtigte im Leistungsfall ist. Das Bezugsrecht wird dabei vertraglich festgehalten, damit später bei der Frage des Leistungsbezuges keine Probleme auftreten können, wer der Berechtigte ist. Gerade in Hinblick auf kapitalbildende Versicherungen, wie eine Lebensversicherung, sollte dieses Recht zwingend vertraglich geregelt sein. Im Erlebensfall würden dem Versicherungsnehmer selbst die Leistung der Versicherung ausgezahlt werden, wobei bei einem möglichen Todesfall der versicherten Person, der Bezugsberechtigte die Leistung empfängt. Der Bezugsberechtigte wird ebenfalls in dem abzuschließenden Vertrag angegeben und im Versicherungsschein benannt. Dabei kann der Bezugsberechtigte auf verschiedene Arten festgelegt werden. So kann die Festlegung entweder widerruflich oder unwiderruflich stattfinden.

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Was ist die Ablaufleistung?

Heute bekam ich eine Anfrage, wie hoch die Ablaufleistung für eine Privathaftpflichtversicherung ist? Ich wusste nicht ob ich lachen oder weinen sollte aber es ist ja ok das die Kunden fragen und man es ihnen erklären kann.

Die Ablaufleistung ist der Betrag, der bei Vertragsende ausgezahlt wird. Sie setzt sich aus dem garantierten Kapital (Versicherungssumme) plus Gewinnanteilen zusammen. Die Gewinnanteile sind nicht garantiert und können variabel sein. Je nachdem wie der Versicherer seine Anlagen verzinst bekommt.
Typische Versicherung für Ablaufleistungen ist z.B. die Lebensversicherung.

Was ist die Selbstbeteiligung in der Versicherung

In vielen Versicherungsverträgen ist von Selbstbeteiligung die Rede. Was bedeutet sie und warum gibt es sie?

Die Selbsbeteiligung ist der Anteil der meistens pro Schadenfall vom Versicherungsnehmer selbst zu zahlen ist.

Wählt man einen entsprechenden Tarif aus, wird dadurch auch die Prämie der Versicherung günstiger. Meistens ist dies der Fall in der Haftpflicht- oder Rechtschutzversicherung. Hier kann man in der Regel zwischen 150 Euro oder 250 Euro Selbstbeteiligung wählen.

Eine weitere Selbstbeteiligung die man frei wählen kann spielt in der KfZ-Versicherung eine große Rolle. zum einen kann man in der Teilkasko oder in der Vollkasko eine Selbstbeteiligung wählen um eine möglichst günstige Prämie zu erreichen.

Alles was den Schaden um die Selbstbeteiligung übersteigt ist vom Versicherer zu tragen.

Wie kündige ich meine KfZ-Versicherung?

Des Deutschen liebstes Kind ist ja bekanntermaßer das eigene Auto. In einem früheren Artikel bin ich schon einmal auf die Kündigung von Versicherungen eingegangen. Die betraf allerdings mehr die Sach/Haftpflicht-Sparte.

Für das Auto besteht in Deutschland Versicherungspflicht in Form einer Haftpflichtversicherung. Diese ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Darüber hinaus kann man das Auto noch Kasko-versichern. Entweder mit Teilkasko, Vollkasko oder beides.

Da die Prämie für von Versicherer zu Versicherer stark unterschiedlich sind vergleicht man gerne diese um möglichst ein günstiges Angebot zu bekommen.

Es gibt 2 Arten von Kündigungsmöglichkeiten. Zum einen die fristgemäße Stichtagskündigung oder die Kündigung wegen Beitragserhöhung.

fristgemäße Stichtagskündigung:

Die Kündigung erfolgt zum Ende des Versicherungsjahres. Dies ist bei den meisten Versicherern der 31.12. Einige Versicherer haben allerdings auch neue Versicherungsjahre eingeführt. Deshalb lohnt sich ein Blick in den Versicherungsschein um die Kündigungsfrist nicht zu verpassen. Bei der Kündigung zum Jahresende ist der Stichtag für die Absendung des Kündigungsschreibens an die Versicherung stets der 30.11. Wird dieser Termin nicht eingehalten, verlängert sich die Versicherung um ein Jahr.

Sonderkündigung bei Beitragserhöhung:

Eine weitere Möglichkeit von seinem Kündigungsrecht gebrauch zu machen ist, wenn man von seinem Versicherer die Mitteilung erhält, dass ab der nächsten Versicherungsperiode mehr Beitrag zu zahlen ist. Ab Zugang des Schreibens hat man 4 Wochen Zeit um von seinem Sonderkündigungsrecht gebrauch zu machen. Dieses Recht hat man auch, genau wie der Versicherer, wenn man nachen einem Unfall in der Schadenfreiheitsklasse steigt.

Die Kündigung sollte per Einschreiben und Rückschein erfolgen.

Die Meldung der Schadensfreiheitsklasse an die neue Versicherung erfolgt automatisch.


www.directline.de

Was ist eine KfZ-Versicherung?

Jeder Mensch der einen Führerschein macht oder besitzt, möchte natürlich auch sein eigenes Fahrzeug besitzen.
Hier sind einige Informationen zu der KFZ-Versicherung.

Die Kraftfahrzeug Haftpflichtversicherung ist in Deutschland eine Pflichtversicherung, ohne eine Versicherung bekommt man in Deutschland kein Fahrzeug zu gelassen, natürlich muss das Fahrzeug auch TÜV und ASU haben.

Einige Einzelheiten zu der Haftpflichtversicherung, die Versicherung tritt ein wenn z. B. ein Schaden ( Unfall ) mit dem PKW verursacht wird , dann reguliert die Versicherung den Schaden. Die folgenden Schadensfälle werden von der Haftpflichtversicherung übernommen: Sachschäden, Personenschäden und Schmerzensgeld.
Der Beitrag zu der KFZ – Versicherung ist abhängig von derTypklasse des Fahrzeugs, Zulassungsort und von Schadensfreiheitsklasse des Versicherungsnehmers. Je mehr schadensfreie Jahre, heisst keine Unfälle oder Schäden sind verursacht worden, um so niedriger wird die Schadensfreiheitsklasse.
Es gibt auch einige Angaben die eventuell dazu führen das die Versicherung teurer oder günstiger werden kann, z. B. Alter des Versicherungsnehmers, Ausstellungsdatum der Fahrerlaubnis, bei Zulassung auf den Versicherungsnehmer Alter des Fahrzeugs, der Abstellplatz des Fahrzeugs, ausgeübter Beruf des Versicherungsnehmers, wie viele Kilometer fährt der Versicherungsnehmer im Jahr, Kinder unter 16 Jahren im Haushalt und der Verkehrszentralregister ( Punktestand )

In der Versicherung ist eine gesetzliche Mindestdeckungssumme, die die Versicherung an einen geschädigten Zahlen muss.
Es gibt eine gesetzliche Mindestdeckungssumme die 7,5 Millionen bei Personenschäden beträgt, 1000000 Euro für Sachschäden und 50000 € für unmittelbar beteiligte Personen- oder Sachschaden.
Personen-, Sach- und Vermögensschäden werden Pauschal mit 50oder 100 Millionen Euro entschädigt, die Entschädigungsleistung ist bei Personenschäden pro Person auf 8 bis 15 Mio. Euro begrenzt, dies ist von dem Versicherer abhängig.

Die Versicherung muss den Schaden nicht übernehmen, wenn es bei Trunkenheit, unbefugter Benutzung oder Fahrerflucht zu einem Schaden kommt. Auch bei vorsätzlicher Handlung ist die Versicherung von Ausgleich des Schadens befreit.
Es gibt Entschädigungsleistungen bei Sachschäden werden die Reparaturkosten, hängt von der Höhe des Schadens und Fahrzeugalter ab. Bei den sogenannten Totalschäden , technisch oder wirtschaftlich, wird der Wiederbeschaffungswert weniger des Restwertes erstattet.

Die KFZ Versicherung kann auch gekündigt werden, zum Beispiel eine ordentliche Kündigung durch Versicherer oder Versicherungsnehmer zum Versicherungsablauf, oder wenn das Fahrzeug von dem Versicherungsnehmer abgemeldet wird.
Wird ein Fahrzeug stillgelegt, kommt zuerst die Ruheversicherung und nach 18 Monaten endet die Versicherung ganz.
Eine außerordentliche Kündigung sind dann möglich, wenn der Versicherungsnehmer die Beiträge nicht zahlt oder die Versicherung durch verkehrte Angaben täuscht.
Will ein Versicherer die Versicherungsbedingungen zu dem Nachteil von dem Versicherungsnehmer ändern, muss der Versicherer dem Versicherungsnehmer eine Änderungskündigung aus sprechen.

Es gibt eine Nachhaftung und diese beginnt mit ende des KFZ-Versicherungsvertrages, in Deutschland sind alle Versicherer dazu verpflichtet diese Nachhaftung bereit zu stellen.

Die Versicherung kann auch im Ausland Schutz bieten mit der grünen Versicherungskarte , dazu sollte man sich mit seinem Versicherungsunternehmen in Verbindung setzen.

Meist ist es besser das Fahrzeug auf denjenigen in der Familie an zu melden, der den Führerschein und die Fahrpraxis am längsten besitzt. Dadurch kann die Versicherung im Beitrag deutlich niedriger sein.

Jeder Versicherungsnehmer sollte von Zeit zu Zeit seine Versicherung an rufen und nach eventuellen Änderungen fragen.

Was ist eine Haftpflichtversicherung?

Eine Haftpflichtversicherung zählt mit zu den wichtigsten Versicherungen.

Nach den Grundsätzen des Zivilrechts haftet jeder unbegrenzt, der einer anderen Person Schaden zufügt.

In vielen Fällen ist das Ausmaß des Schadenes so hoch, dass es für den Schuldigen ohne Haftpflichtversicherung den finanziellen Ruin bedeutet. Deshalb ist eine Haftpflichtversicherung notwendig. Sie schützt den Versicherten vor Ansprüchen, die Dritten entstehen.

Rund um die Uhr und weltweit zahlt die Versicherung den Schaden bis zu der vereinbarten Deckungssumme. Darunter zählen Personen-, Sach- und Vermögensschäden.

Es gibt verschiedene Haftpflichtversicherungen

Privat-Haftpflichtversicherung

Sie zählt zu den meist abgeschlossenen Versicherungen und sollte für jeden eine unverzichtbare Grundvoraussetzung sein.

Gerade Kinder sind manchmal unachtsam und schnell kann ein erheblicher Schaden entstehen. Auch hier tritt die Versicherung ein, denn Kinder, Ehe- und Lebenspartner sind mitversichert.



KFZ-Haftpflichtversicherung

Ebenso ist die KFZ-Haftpflichtversicherung eine der wichtigsten Versicherung. Diese ist gesetzlich vorgeschrieben und jeder KFZ-Halter ist dazu verpflichtet sie abzuschließen, um sein Fahrzeug im öffentlichen Straßenverkehr fahren zu können. Es handelt sich somit um eine Pflichtversicherung.

Ein Beispiel für einen KFZ-Haftpflichtschaden:

Wenn die versicherte Person einen Verkehrsunfall verursacht und dabei ein Fahrzeug beschädigt oder eine Person verletzt wird, muss der Verursacher für Reparatur, Krankenhauskosten und Schmerzensgeld aufkommen. Schlimmsten Fall bei Invalidität, muss dem Schuldigen eine monatliche Rente ein Leben lang gezahlt werden.

Tierhalter-Haftpflichtversicherung für Hund und Pferd

Diese Versicherung ist im manchen Bundesländern Pflicht. Bei uns zählt sie noch zu freiwillige Versicherung. Für jeden Hunde- und Pferdebesitzer ist sie ratsam. Ein Hund kann durch einen Biss eine andere Person schwer verletzen oder ein Pferd schlägt mit dem Kopf durch Unsicherheit aus und bricht dem Reiter die Nase. Auch hier schützt die Haftpflichtversicherung vor finanziellen Folgen.

Gewässerschadenversicherung

Diese Haftpflichtversicherung ist für alle Hauseigentümer wichtig, die unterirdische Öltanks besitzen. Die Versicherung deckt Schäden ab, die durch undichte Stellen im Öltank entstehen.

Öltank-Haftpflichtversicherung

Die Versicherung ist wichtig für Häuser die mit Öl beheizt werden. Gerade noch alte Häuser haben einen Öltank im Keller stehen und die Gefahr besteht das der Tank nach vielen Jahren ein Leck bekommt oder sogar platzen kann.

Die enorme Kosten die dann entstehen, übernimmt die Öltank-Haftpflichtversicherung. Man kann auch seine eigene private Haftpflicht prüfen, ob dieses Risiko dort abgesichert ist.

Sicher gibt es noch eine Vielzahl anderer Haftpflichtversicherungen und jeder Verbraucher muss letztendlich für sich entscheiden, welche zusätzlich zu der Privat-Haftpflichtversicherung noch notwendig ist.

Mal abgesehen davon, dass viel zu wenige Menschen eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben, tritt immer wieder das Risiko einer Unterversicherung ein. Dann muss bei einem Schadensfall trotz Haftpflichtversicherung der Versicherte noch zu zahlen.

Meist wird von den Versicherungen eine Deckungssumme von 1 bis 10 Millionen angeboten. Empfehlenswert sind 3 Millionen oder mehr. Zwar scheint eine niedrige Deckungssumme ausreichend, allerdings was ist wenn sie ein Leben lang Invalidenrente zahlen müssen?

Gut versichert bedeutet, ein sorgenfreies Leben.

Was passiert wenn man die Erstprämie nicht zahlt?

Jeder der einen Versicherungsvertrag abschließt ist unter anderem auch dazu verpflichtet die Prämien für den Vertrag zu zahlen.

Die erste Prämie, die sogenannte Erstprämie, die man zahlen muss heißt auch Einlösebeitrag. Dieser kommt großer Bedeutung bei, da die Versicherer erst Versicherungsschutz gewähren wenn diese gezahlt worden ist. Wenn man mit der Erstprämie im Verzug ist, sind die Versicherer leistungsfrei. Im Schadenfall besteht somit kein Versicherungsschutz. Der Versicherer kann die Versicherung auch wegen Nichtzahlung der Erstprämie kündigen. Dies ist im § 37 VVG geregelt.