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Ich muss mich beschweren!

In den meisten Fällen hat man ja keine Probleme mit seiner Versicherung. Was macht man aber wenn man zum Beispiel einen Schaden hat und meint dieser wurde nicht richtig reguliert oder man kommt in seiner Angelegenheit nicht weiter?

Normalerweise reicht ja ein nettes Schreiben an seinen Versicherer damit die Sache aus der Welt kommt. Wenn dies nicht der Fall ist gibt es die Möglichkeit sich an den Versicherungsombudsmann zu wenden.

Der Versicherungsombudsmann hilft unbürokratisch weiter. Er nimmt die Beschwerde des Kunden entgegen, führt aber keine Rechtsberatung durch.

Der Versicherer wird um eine Stellungnahme gebeten in der er noch einmal seine eigene Entscheidung überprüfen kann.

Zum Abschluss prüft der Versicherungsombudsmann ob die Ansprüche gerechtfertigt sind oder ob der Versicherer korrekt gehandelt hat. In jedem Fall teilt er dann dem Beschwerdeführer seine Entscheidung mit. Die Entscheidung des Versicherungsombudsmanns ist für den Versicherer bis zu 10.000 € bindend.

Was bedeutet der Mitwirkungsanteil von Krankheiten?

Der Mitwirkungsanteil legt fest, ab welchem Grad der Behinderung eine Vorerkrankung bei der Feststellung des Invaliditätsgrades überhaupt mindernd berücksichtigt wird. Ein höherer Mitwirkungsanteil bedeutet also, dass Vorerkrankungen weniger oft zu Leistungsminderungen oder gar zu gänzlichem Leistungsausschluss führen.



Gutachterkosten trägt der Unfallverursacher

Das Amtsgericht Nürnberg (Az. 31 C 8164/10) entschied, wenn man als Beschuldigter die alleinige Haftung an einem Verkehrsunfall zugesprochen bekommt, dass dessen Versicherung auch die gegnerischen Sachverständigenkosten zu tragen hat.

Es sei dem Unfallgeschädigten nicht zuzumuten sich mehrere Vergleiche einzuholen und somit ein kostengünstiges Gutachten zu erhalten.