Schlagwort-Archive: Unfallversicherung

Versicherungsvergleiche beim versicherungsblogger

Als kleines feature ist es nun auch möglich, beim versicherungsblogger Versicherungsvergleiche anzustellen. Egal ob Haftpflicht, Hausrat oder KFZ. Für alle wichtigen Versicherungen steht ein Formular zur Verfügung.

Viel Spaß beim sparen. Obwohl günstig muss nicht gut sein.

Was ist Invalidität?




Eine Invalidität im Sinne der privaten Unfallversicherung liegt vor, wenn die körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit der versicherten Person durch einen Unfall dauerhaft beeinträchtigt wird. Eine Beeinträchtigung ist dauerhaft, wenn sie voraussichtlicht länger als drei Jahre bestehen wird und eine Änderung des Zustands nicht erwartet werden kann.

Wer legt den Invaliditätsgrad fest?

Der Grad der Invalidität wird in der Regel vom erstbehandelten Arzt bzw. dem Hausarzt festgestellt. Es kann aber auch sein, dass Ihre Versicherungsgesellschaft einen unabhängigen Arzt damit beauftragt, den Invaliditätsgrad zu bestimmen.

Der Grad wird in Prozenten der Leistungsminderung ausgedrückt, die sogenannte Gliedertaxe.

In den Bedingungen für die Unfallversicherung ist die Gliedertaxe genau angeben. Diese kann von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich sein. Je höher die Gliedertaxe, desto so mehr wird bei Invalidität gezahlt. Für bestimmte Personengruppen gibt es auch besondere Gliedertaxen. Wenn ein Chirug z.B. seinen Finger verliert kann die Invalidität schon mal 100 % betragen.

Die Körperteile sind nur teilweise eingeschränkt?

Sollten die Körperteile nur teilweise eingeschränkt sein, dann wird der entsprechende Anteil des Prozenteils angenommen.

Beispiel:

Versicherungssumme: 100.000 Euro

Der Invaliditätsgrad bei Verlust oder vollständiger Funktionsunfähigkeit des Armes beträgt 50 % gemäß der Gliedertaxe.

Somit wären für den Arm bei Verlust oder vollständiger Funktionsunfähigkeit 50.000 Euro fällig. Sollte der Arm aber noch teilweise funktionsfähig sein, z.B. 50% (1/2), dann würden von den 50.000 Euro noch 25.000 Euro gezahlt.

Was ist ein Unfall?




Ein Unfall liegt vor, wenn die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf ihren Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet.

Die Definition ist auch im § 178 Abs. 2 VVG geregelt.

Die 5 Merkmale sind also:

  • plötzlich
  • von außen
  • unfreiwillig
  • Gesundheitsschädigung
  • Ereignis

 

Gefahrengruppe in der Unfallversicherung

Die Beiträge in der Unfallversicherung richten sich u.a. nach der beruflichen Tätigkeit der versicherten Person. Deshalb werden die Berufe in der Unfallversicherung in unterschiedliche Gefahrengruppen eingeteilt.

Gefahrengruppe A:

In die Gefahrengruppe A gehören Personen, die

  • kaufmännisch, verwaltend, gestaltend, planend, beratend, lehrend, leitend oder aufsichtsführend im Innen- oder Außendienst der Wirtschaft bzw. Verwaltung tätig sind.
  • im Verkauf, im Labor, im IT-Bereich, im Gesundheitswesen oder in der Schönheitspflege tätig sind
  • Anlagen oder Maschinen elektronisch steuern
  • keine berufliche Tätigkeit ausüben (Hausfrauen, Schüler, Rentner, Pensionäre).

Gefahrengruppe B:

In die Gefahrengruppe B gehören Personen, die

  • körperliche oder handwerkliche Berufsarbeit verrichten
  • Holz, Metall, Kunststoff, Steine oder Erde be- bzw. verarbeiten
  • mit ätzenden, giftigen, leicht entzündlichen oder explosiven Stoffen arbeiten
  • Maschinen bedienen, einrichten, warten oder reparieren
  • Tiere behandeln oder pflegen
  • im Truppendienst bei Bundeswehr, Bundesgrenzschutz, Zoll, Polizei, Justiz oder Feuerwehr

tätig sind.

Was ist wenn ich meinen Beruf wechsel?

Hier muss der Versicherer informiert werden. Es erfolgt dann eine Änderung und man erhält einen Nachtrag zum Versicherungsschein mit einer neuen Beitragsrechnung.

 

Wie kündige ich meine Versicherung?

Wer sich mit dem Thema Kündigung und Versicherung nicht so auskennt fragt sich im Fall der Fälle wie er am besten seine Versicherung kündigen kann. Es gibt ja unterschiedliche Situationen in denen man sich mit dem Thema beschäftigen muss. Sei es, dass die Prämie zu hoch ist und man etwas günstigeres gefunden hat oder das zu versichernde Risiko existiert nicht mehr.

Wie kündigt man also am besten?

Ich gehe jetzt mal ausschließlich auf die Kompositensparte ein, also unter anderem Hausratversicherung, private Haftpflichtversicherung oder Unfallversicherung.

Diese Sparte hat in der Regel eine feste Laufzeit von 1, 3 oder 5 Jahren.
In den AVB (Allgemeine Versicherungsbedingungen) oder AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen) ist geregelt wie die Kündigung erfolgen muss und welche Kündigungsfrist dabei einzuhalten ist.

Die Kündigung muss entweder schriftlich oder kann unter anderem auch in Textform erfolgen.

Die Schriftform ist im §126 BGB und die Textform im §126b BGB geregelt.

Ein weiterer Punkt ist die Kündigungsfrist, die es zu beachten gilt. Sie beträgt in den meisten Fällen  1- oder 3 Monate zum Ablauf des Versicherungjahres.

Wann ist der nächstmögliche Kündigungstermin?

Im Versicherungsschein steht die Versicherungsdauer. Durch die Änderung des VVG können Verträge mit einer von Laufzeit von mehr wie 3 Jahren bereits zum Ablauf des dritten Jahres oder jedes darauf folgenden Jahres gekündigt werden.

Bsp.:
Versicherungsbeginn: 15.01.2010
Versicherungsdauer: 5 Jahre
nächstmöglicher Kündigungstermin 15.01.2013

Jetzt dürfte es mit der fristgemäßen Kündigung keine Probleme mehr geben. Falls doch dann gerne in den Kommentaren schreiben.

Viele Grüße

Was bedeutet der Mitwirkungsanteil von Krankheiten?

Der Mitwirkungsanteil legt fest, ab welchem Grad der Behinderung eine Vorerkrankung bei der Feststellung des Invaliditätsgrades überhaupt mindernd berücksichtigt wird. Ein höherer Mitwirkungsanteil bedeutet also, dass Vorerkrankungen weniger oft zu Leistungsminderungen oder gar zu gänzlichem Leistungsausschluss führen.