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Tarifwechsel innerhalb der Privaten Krankenversicherung

Auch in der privaten Krankenversicherung steigen die Beiträge alljährlich weiter an. Per Gesetz ist ein Wechselrecht verankert, welches erlaubt, dass der Versicherte in einen günstigeren Tarif innerhalb der eigenen Absicherung wechseln kann. Denn dies kann dem Versicherten zweifelsohne bis zu einigen Hundert Euro im Monat einsparen.

Grundsätzlich hat jeder Versicherte das Recht, in einen anderen Tarif zu wechseln, dem die ursprüngliche Absicherung zu teuer wird. Die Bedingung allerdings ist hierbei, dass der Versicherungsschutz gleichwertig sein muss. Dies bedeutet, wenn beispielsweise Zahnbehandlungen oder Kuren im bisherigen Tarif abgedeckt sind, muss der neue und günstigere Tarif diese Leistungen ebenfalls beinhalten. Ebenso bleiben alle Rechte, die sich aus der Versicherung ergeben, erhalten. Bei einer anstehenden Beitragserhöhung ist die Versicherungsgesellschaft gesetzlich dazu verpflichtet, seine Versicherten auf das Recht eines Tarifwechsels schriftlich hinzuweisen. Versicherte, die bereits das 60. Lebensjahr vollendet haben, haben das Recht darauf, für sie geeignete und günstigere Tarife benannt zu bekommen.

Ebenso haben Privatversicherte das Recht darauf, mit ihrem eigentlichen Gesundheitszustand eingestuft zu werden. Beinhaltet der neue Tarif zusätzliche Leistungen, darf nur dafür eine erneute Gesundheitsprüfung verlangt werden. Ebenso darf dann gegebenenfalls auch nur für die Mehrleistung ein Risikozuschlag sowie eine Wartezeit verlangt werden. Maßgeblich ist dann der Gesundheitszustand zu dem Zeitpunkt des Wechsels in die günstigere Absicherung. Sollte sich der Tarif jedoch dadurch wieder soweit verteuern, dass er den ursprünglichen Tarif erreicht oder gar übersteigt, hat der Versicherte zweifelsohne das Recht, auf einen Leistungsausschluss zu bestehen.

Dennoch sperren sich die Versicherer häufig dagegen, ihren Versicherten dieses Recht einzuräumen, sondern versuchen vielmehr, eine höhere Selbstbeteiligung oder die Streichung von Leistungen innerhalb des ursprünglichen Tarifs vorzuschlagen. Denn die Versicherten erfahren nicht zwingend etwas über das ihnen zustehende Recht. Hierauf muss sich der Privatversicherte aber keineswegs einlassen. Vielfach ist es dann hilfreich, den Versicherer auf die gesetzlichen Vorgaben hinzuweisen oder sich möglicherweise bei einem Experten entsprechend Hilfe zu holen, damit der Tarifwechsel durchgeführt werden kann.

Zu einer anderen Versicherungsgesellschaft zu wechseln, ist jedoch nicht anzuraten, denn somit würde der Versicherte alle Altersrückstellungen, die er bisher aus den Zahlungen seiner Beiträge bilden konnte, verlieren. Eine Mitnahme der Rückstellungen zu einem anderen Versicherer ist nur möglich, wenn der Vertrag nach dem 01.01.2009 geschlossen wurde.

 

Versicherungsvergleiche beim versicherungsblogger

Als kleines feature ist es nun auch möglich, beim versicherungsblogger Versicherungsvergleiche anzustellen. Egal ob Haftpflicht, Hausrat oder KFZ. Für alle wichtigen Versicherungen steht ein Formular zur Verfügung.

Viel Spaß beim sparen. Obwohl günstig muss nicht gut sein.

CityBKK muss schließen

Das Bundesversicherungsamt hat beschlossen die CityBKK nach eingehender Prüfung zu schließen.  Die Schließung erfolgt zum 01.07.2011. Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit sei nicht gesichert und auch ein umfangreiches Sanierungskonzept habe nicht zum gewünschten Erfolg geführt.

Die Schließung erfolgte nach § 153 Satz 1 Nummer 3 SGB V.

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Entstehung der Versicherung

Die Versicherung gibt es prinzipiell bereits seit der Zeit der Antike. Sie hieß damals aber nicht Versicherung sondern Gefahrengemeinschaften. Solche Gefahrengemeinschaften wurden von Kaufleuten und Händlern gegründet.

In der Zeit des alten Roms gab es die ersten Lebensversicherung und Krankenversicherung. Da Beerdigungen damals sehr aufwändig und somit sehr teuer waren, so dass ein einzelner sich diese meistens nicht leisten konnte. Die erheblichen Kosten für die Beerdigungen wurden somit auf die Gemeinschaft übertragen, also ähnlich wie die heutigen Lebensversicherungen. Auch im Krankheitsfall wurde sich zusammengeschlossen um dem Kranken eine bessere medizinische Hilfe leisten zu können. Diese altertümliche „Versicherung“ wurde aber meist nur von Armen und Mittellosen gegründet. Zwischenzeitlich übernahmen auch Klöster und Kirchen die medizinische Versorgung.

Als es in die Zeit des Mittelalters ging, machten sich die ersten Menschen um ihre Zukunft Gedanken. Sie dachten sich: „Was ist wenn ich nicht mehr arbeiten kann weil ich krank oder zu alt bin?“. Da gaben, meist die Reichen, ihr Geld den Kirchen und den Klöstern, diese kümmerten sich beim Eintreffen von Krankheit oder Alter um die Menschen. So entstand die Erwerbsunfähigkeitsversicherung und die Rentenversicherung. Das Vermögen welches nach Eintreffen des Todes noch übrig war, behielten sich die Klöster und Kirchen.

Die Versicherung wurden früher jedoch nicht als Versicherung, sondern als Gilde bezeichnet. Damals wurden die meisten Häuser nicht wie heut aus festem, brandsicherem Beton, sondern aus Holz gebaut. Diese neigten allerdings schnell dazu lichterloh zu brennen und die Feuer griffen oftmals auch auf ganze Städte über. Also schloss man sich zusammen und gründete eine Brandgilde. Dies entwickelte sich so rasant, dass bereits im 17. Jahrhundert Gebäudeversicherungen entstanden, die die Gebäude vor Bränden, Wasser und Hagelschäden absicherten. In Deutschland spricht man erstmals im 14. Jahrhundert von Versicherungen.

In der heutigen Zeit gibt es eigentlich für fast alles eine Versicherung. Angefangen von der Gebäudeversicherung, Haftpflichtversicherung, Krankenversicherung bis hin zur Hausratversicherung. Man kann heute alles versichern was man will, auch skurrile Sachen wie Körperteile, Kuscheltiere, Beerdigungen und ähnliches.