Entstehung der Versicherung

26. März 2011 | Von | Kategorie: Leitartikel

Die Versicherung gibt es prinzipiell bereits seit der Zeit der Antike. Sie hieß damals aber nicht Versicherung sondern Gefahrengemeinschaften. Solche Gefahrengemeinschaften wurden von Kaufleuten und Händlern gegründet.

In der Zeit des alten Roms gab es die ersten Lebensversicherung und Krankenversicherung. Da Beerdigungen damals sehr aufwändig und somit sehr teuer waren, so dass ein einzelner sich diese meistens nicht leisten konnte. Die erheblichen Kosten für die Beerdigungen wurden somit auf die Gemeinschaft übertragen, also ähnlich wie die heutigen Lebensversicherungen. Auch im Krankheitsfall wurde sich zusammengeschlossen um dem Kranken eine bessere medizinische Hilfe leisten zu können. Diese altertümliche „Versicherung“ wurde aber meist nur von Armen und Mittellosen gegründet. Zwischenzeitlich übernahmen auch Klöster und Kirchen die medizinische Versorgung.

Als es in die Zeit des Mittelalters ging, machten sich die ersten Menschen um ihre Zukunft Gedanken. Sie dachten sich: „Was ist wenn ich nicht mehr arbeiten kann weil ich krank oder zu alt bin?“. Da gaben, meist die Reichen, ihr Geld den Kirchen und den Klöstern, diese kümmerten sich beim Eintreffen von Krankheit oder Alter um die Menschen. So entstand die Erwerbsunfähigkeitsversicherung und die Rentenversicherung. Das Vermögen welches nach Eintreffen des Todes noch übrig war, behielten sich die Klöster und Kirchen.

Die Versicherung wurden früher jedoch nicht als Versicherung, sondern als Gilde bezeichnet. Damals wurden die meisten Häuser nicht wie heut aus festem, brandsicherem Beton, sondern aus Holz gebaut. Diese neigten allerdings schnell dazu lichterloh zu brennen und die Feuer griffen oftmals auch auf ganze Städte über. Also schloss man sich zusammen und gründete eine Brandgilde. Dies entwickelte sich so rasant, dass bereits im 17. Jahrhundert Gebäudeversicherungen entstanden, die die Gebäude vor Bränden, Wasser und Hagelschäden absicherten. In Deutschland spricht man erstmals im 14. Jahrhundert von Versicherungen.

In der heutigen Zeit gibt es eigentlich für fast alles eine Versicherung. Angefangen von der Gebäudeversicherung, Haftpflichtversicherung, Krankenversicherung bis hin zur Hausratversicherung. Man kann heute alles versichern was man will, auch skurrile Sachen wie Körperteile, Kuscheltiere, Beerdigungen und ähnliches.

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4 Kommentare auf "Entstehung der Versicherung"

  1. Heribert sagt:

    Die Beste Lebensversicherung ist vorsicht.

    Versicherungen finde ich fast alle überflüssig.

  2. Holzbackofen sagt:

    Sehr interessanter Beitrag, so macht das Thema schon viel mehr Spaß 😉

  3. Rudi sagt:

    Echt interessant und erstaunlich, wie lange es schon Versicherungen gibt. Sehr interessant auch die geschichtliche Entwicklung und das die Kirchen und Klöster ihre Finger im Spiel hatten. @Heribert: Es gibt durchaus sehr viele wichtige und sinnvolle Versicherungen. Natürlich muss man aufpassen, sich nicht über zu versichern, denn das Geld ist schließlich in den meisten Fällen weg.

  4. […] wurden zu seiner Zeit durch die Bildung von Gilden und Zünften die Kaufleute und Handwerker gegen Brand- oder Schiffsunglücke abgesichert. Kleiner Exkurs: Was war noch mal ne Gilde? Kurzes Beispiel: Hans war Kaufmann. Seine Frau […]

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