Archiv der Kategorie: Versicherung

Gerüst am Haus – Meldung wegen Gefahrerhöhung

Endlich wird die Fassade für das Haus neu gemacht. Dafür ist es notwendig, dass ein Gerüst aufgestellt wird.

Muss ich es meiner Versicherung melden? Gerüst am Haus – Meldung wegen Gefahrerhöhung weiterlesen

Einbruch in die eigenen vier Wände!

Beim Einbruch in die eigenen vier Wände kommt die Hausratversicherung auf, wenn es sich um einen Einbruch/Diebstahl handelt. Die Zahl der Einbrüche in Deutschland ist zwar in 2016 gesunken aber wie ich finde immer noch auf einem sehr hohen Niveau. Hier ist es unter dem Punkt Einbruch/Diebstahl in den Bedingungen deklariert. Einbruch in die eigenen vier Wände! weiterlesen

G20: Wer zahlt für die Schäden am Auto?

In Hamburg findet aktuell der G20-Gipfel statt. Dabei kommt es, wie bereits zu erwarten, auch zu Vandalismus und Ausschreitungen. Autos werden demoliert oder gar in Brand gesetzt, was einen Totalschaden zur Folge hat. Hier können sich diejenigen glücklich schätzen, die eine Vollkaskoversicherung in ihrer Kfz-Versicherung abgeschlossen haben. G20: Wer zahlt für die Schäden am Auto? weiterlesen

Versicherungsschutz für das Fahrrad

Heute habe ich einen Artikel über Versicherungen für Fahrräder im Kölner Stadtanzeiger gelesen, den ich gerne etwas erweitern würde. So ist jetzt erstmal alles richtig wiedergegeben, nur das es viele Versicherer gibt, die ohne Extraprämie auch Fahrräder in der Hausratversicherung versichern die jetzt nicht im Keller oder in der Wohnung  stehen. Diese können auch nachts an einer Laterne im Park oder aber am Bahnhof stehen. Hier spricht man von der sogenannten Nachtzeitklausel in der Hausratversicherung. Hier besteht keine zeitliche Begrenzung. Man kann also sein Fahrrad überall abstellen. Versicherungsschutz für das Fahrrad weiterlesen

Haftpflichtversicherung sollte Pflichtversicherung werden

Es gibt immer noch genug Mitmenschen in Deutschland die sich die für meiner Meinung nach wichtigste Versicherung nicht „zulegen“, die private Haftpflichtversicherung.

Sie kostet nicht viel und schützt einen vor einem eventuellen finanziellen Fiasko wenn man einem Dritten einen Schaden zufügt. Die Haftpflicht bietet auch einen passiven Rechtsschutz, das heißt, sie währt unberechtigte Ansprüche von Dritten ab.

Wenn ich mir überlege, dass mir jemand einen Schaden zufügt und dann noch nicht versichert ist, na dann prost Mahlzeit. Kam zum Glück noch nicht vor aber man kann ja manchmal nicht so doof denken.

Was spricht also dagegen, dass jeder eine solche Versicherung hat? Gut, wer soll es überwachen oder wie könnte man es überwachen? Das wäre bestimmt nicht ganz einfach aber es würde bestimmt eine Möglichkeit dafür geben.

Wenn die eigene Haftpflichtversicherung eine Forderungsausfalldeckung beinhaltet, ist man wenigstens etwas beruhigter. Dann zahlt nämlich diese, wenn der „Gegner“ keine eigene Haftpflicht hat.

Also liebe Mitmenschen, schließt eine Haftpflichtversicherung ab.

Wie ist eure Meinung dazu?

Viele Grüße

Steffen

Haftpflichtversicherung für Studenten

Es geht mal wieder los. 🙂 Es startet ein neuer Lebensabschnitt. Raus von zu Hause und rein in eine neue Stadt. Das Studium beginnt, doch wie sieht es mit der Haftpflichtversicherung für Studenten aus?

Für die meisten Studenten ändert sich nichts. Ihr seit weiterhin über eure Eltern abgesichert aber auch hier gibt es einiges zu beachten.

Dieser Passus steht in den meisten Bedingungen:

Mitversichert ist: ……

die gleichartige gesetzliche Haftpflicht der unverheirateten und nicht in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebenden Kinder (auch Stief-, Adoptiv- und Pflegekinder) der vorgenannten Personen. Bei volljährigen Kindern jedoch nur, solange sie sich noch in einer Schul- oder unmittelbar anschließenden Berufsausbildung befinden (berufliche Erstausbildung – Lehre und/oder Studium –, auch Bachelor- und unmittelbar  angeschlossene Master-Studiengänge, nicht Referendarzeit, Fortbildungsmaßnahmen und dgl.). Bei Ableistung des Grundwehrdienstes, des freiwilligen Wehrdienstes, des Bundesfreiwilligendienstes oder des freiwilligen sozialen Jahres vor, während oder im Anschluss an die Berufsausbildung bleibt der Versicherungsschutz bestehen.

Bis zur Vollendung des 25. Lebensjahrs mitversichert sind darüber hinaus volljährige, unverheiratete und nicht in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebende Kinder auch dann, wenn sie arbeitslos sind und

• nach der schulischen oder beruflichen Erstausbildung/ dem Studium auf die Einberufung zum Grundwehr- oder Zivildienst warten

• nach der schulischen oder beruflichen Erstausbildung auf einen Studien- oder Ausbildungsplatz warten.

Mitversichert sind ihre unverheirateten und nicht in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebenden Kinder (auch Stief-, Adoptiv und Pflegekinder), wenn sie Schüler sind und Betriebspraktika absolvieren

Wenn ihr nach der Schulbildung direkt mit dem Studium beginnt oder auf den Studienplatz wartet dürfte es keine Probleme geben. Natürlich ist ein Blick in die Bedingungen der Haftpflichtversicherung unumgänglich.

Falls ihr über eure Eltern nicht mehr mitversichert seid, eine Haftpflichtversicherung kostet um die 50 € im Jahr und sollte mindestens eine Deckungssumme von 3 Mio € haben.

Ist Riester sinnvoll?

Riesterrente,Bluff oder sinnvoll? Allzu oft ist Riester im Verkaufsgespräch dann im Spiel, wenn Geringverdiener eine Altersvorsorge verkauft werden soll. Dann heißt es “Sie bekommen ja dann eine Zulage von 154 EUR pro Jahr und müssen selber nur soundsoviel selber einzahlen”. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Natürlich kommt bei den Zulagen zum Beispiel für Kinder auch ein schöner Betrag zusammen. Nach unserer Auffassung kann sich die Riester auch für Gutverdiener rechnen, denn: Der Clou liegt bei der Riesterrente eigentlich nicht in den Zulagen, sondern in der steuerlichen Absetzbarkeit des Riestervertrages. Das wissen die wenigsten Berater,Verbraucherschützer nehmen es nicht wahr und Kunden werden im unklaren gelassen. Doch sie ist der entscheidende Faktor. Die Berechnung ob sich ein Riestervertrag für sie lohnt ist eine einfache Berechnung:

Wenn Sie sozialversicherungspflichtig sind nehmen Sie von der Lohnabrechnung 12/2012 ihr Jahresbruttoeinkommen. Dies gilt auch für Beamte. Darauf berechnen Sie 4%. Es dürfen maximal 2.100 EUR sein. Dies ist auch der maximale Betrag, den Sie bei der Riesterrente in der Steuererklärung absetzen können. Von den 4% dürfen Sie, um Ihre vollen Riesterzulagen zu bekommen, Ihre Zulagen noch abziehen um den Riester-Eigenbeitrag zu ermitteln. Das ist kein Tippfehler. Der Gesetzgeber hat das einfach so beschlossen, also bitte nicht hinterfragen. Für sich selbst ziehen Sie die Riesterförderung von 154 EUR ab, für jedes Kind 300 EUR und für Kinder die vor 2008 geboren wurden 185 EUR. Der einmalige zusätzliche Zuschuss für Berufseinsteiger unter 25 Jahren beträgt 200 EUR. Den dann verbleibenden Betrag teilen Sie durch 12 und erhalten Ihren Monatsbeitrag. Das ist auch ihr Mindestbeitrag für die Riesterrente.Sie dürfen freiwillig bis 2.100 EUR pro Jahr aufstocken, die Sie steuerlich absetzen können.

Im nächsten Schritt nehmen Sie den errechneten oder gewünschten/Freiwilligen Beitrag und berechnen darauf indem Sie den Betrag mit Ihrem Steuersatz multiplizieren und dann durch 100 teilen den Betrag den Sie an Steuern durch den Riestervertrag circa sparen würden. Wenn dieser größer ist also die Summe Ihrer (siehe oben) Riesterzulagen, ist die Differenz Ihre Steuerersparnis über die Zulagen hinaus, die Sie sowieso immer auf Ihren Vertrag ausgezahlt bekommen und schlichtweg Rendite sind, die Sie nicht selbst verdienen müssen.

Die Riesterrente ist damit nicht nur für Kunden mit Kindern, sondern tatsächlich auch für Gutverdiener ein interessanter steuerlicher Erfolg. Bei entsprechendem Steuersatz kann es sich lohnen, die eigenen Einzahlungen auf den Maximalbetrag zu erhöhen. Natürlich muss in Deutschland alles versteuert werden, die Rente aus Ihrem Riestervertrag also auch. Aber mal ehrlich, glauben Sie, dass Sie in der Rente den gleichen Steuersatz haben werden wie heute? ( Außer Sie haben das 53.Lebensjahr überschritten, dann sollten Sie von einem Riestervertrag ganz absehen.)Vererbbar ist Ihr Riestervertrag an den Ehepartner und kindergeldberechtigte Kinder. Für die Auszahlung Ihrer Riesterrente müssen Sie Ihren Hauptwohnsitz in Deutschland haben. Riester hat also auch die eine oder andere negative Komponente. Steuerlicher Erfolg ist das Eine, Erbschaft und Flexibilität das Andere.

Um einer finanziellen Armut im Alter entgegenzuwirken, stehen Ihnen in der Regel vier Sparmodelle zur Verfügung. Die vier Modelle unterscheiden sich hinsichtlich zwei verschiedener Sparmethoden: Das klassische Rentensparen und das Fondssparen. Wenn Sie sich für die klassische Rentenversicherung interessieren, sparen Sie, indem Sie einen monatlichen Betrag einzahlen und dieser von der Versicherung als Rente zurückgezahlt wird. Das fondsgebundene Sparen ist ähnlich, nur dass die Versicherung das Geld in Fonds anlegt. Auf diesem Weg kann Ihre Rente beträchtlich höher ausfallen, jedoch kann die Rente auch merklich kleiner werden, oder schlimmstenfalls sogar vollständig wegfallen. Zur Bekämpfung der Armut im Alter stehen somit zwei leistungsstarke Systeme zur Verfügung, die der Stützung der gesetzlichen Rente dienen. Welcher Versicherer für Sie am geeignetsten ist, erfahren Sie in unserem unabhängigen Vergleichsrechner.

Gastbeitrag von Bernd Krause (Fachwirt für Finanzberatung (IHK), Planquadrat F GmbH Karlsruhe www.pq-versicherungsmakler.de .

Ununterbrochen versichert – im Schadenfall allein gelassen

Gastbeitrag von schnittker-versicherungsmakler.de

Az.: 8 U 213/11

Bereits am 10. Mai dieses Jahres beschloss das Oberlandesgericht in Celle ein Urteil, das erst kürzlich in entsprechender Größenordnung publik wurde und nun die Runde macht. Der Fall, der geklärt werden musste, ist schnell erzählt:

Nach Jahren wechselte der Kläger seine Wohngebäudeversicherung, um den gleichen Versicherungsschutz zu günstigeren Konditionen zu erhalten. Die Rechnung ging auf – bis ein gutes Jahr später ein Leitungswasserschaden am Kaltwasseranschluss seiner Spülmaschine zutage trat. Der Kläger meldete verständlicherweise seinem neuen Versicherer den Schaden. Der nahm das zur Kenntnis, weigerte sich aber, für den Schaden finanziell aufzukommen. Das Leck könne schon viel eher – das heißt: zu Zeiten, in denen noch der alte Versicherer für den Kläger zuständig war – entstanden sein. Als sich der Kläger daraufhin an seinen alten Versicherer wendete, hörte er die gleiche Begründung nur umgedreht: Der Schaden könne gut und in gerne im Laufe des letzten Jahres eingetreten sein und wurde erst jetzt bemerkt, da Wasser auftritt. Folglich müsse der neue Versicherer einstehen.

Das OLG Celle hatte nun zu entscheiden, welcher der beiden Versicherer den Schaden regulieren müsse. Antwort: keiner von beiden. Es liege beim Versicherten, den genauen Zeitpunkt des Schadeneintritts dem Versicherer mitzuteilen. Erst dann habe er Anspruch auf Leistungen. Was dabei jedoch völlig ignoriert wurde, ist der Fakt, dass Leitungswasserschäden oft nicht exakt datiert werden können, selbst von unabhängigen Gutachtern und Spezialisten nicht. Welche Möglichkeiten soll dann der Versicherte haben, just den Moment abzupassen, in dem eine Leitung leckschlägt, die obendrein durch eine Wand verläuft?

Eben diese Frage macht das Urteil so brisant und diskussionswürdig. Beinahe als „unmoralisch“ kann es bezeichnet werden, wenn man sich zudem bewusst macht, dass hier ein Versicherter über Jahrzehnte Beiträge zahlte, um im Schadenfall dennoch allein dazustehen. Mag das Urteil aus versicherungsrechtlicher Sicht zwar korrekt sein, hat es doch eine denkbar falsche Signalwirkung. Hier wurde stur auf der Beweispflicht des Versicherten beharrt, welcher er machtlos gegenüberstand und die so zu einer Beweislast wurde. Umso notwendiger ist nunmehr, nach Lösungsansätzen für Versicherungslücken dieser Art zu suchen. Neue Vertragsklauseln, die eine Nachhaftung des alten Versicherers oder eine Übernahme auch unbekannter Schäden durch den neuen Versicherer regeln, sind beispielsweise denkbar und müssen diskutiert werden.

Und die Versicherer? Die haben im Zuge des Urteils nicht gerade positive Eigenwerbung betrieben. Anstatt den Schwarzen Peter jeweils dem Anderen zuzuschieben, hätten sie gut daran getan, gemeinsam für den Schaden aufzukommen. So aber verpassten sie die Chance, sich nicht nur als mandantenfreundliche Unternehmen zu inszenieren, sondern sich tatsächlich als solches zu präsentieren.