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Bezugsberechtigung bei Versicherungen

Was ist das Bezugsrecht?

Das Bezugsrecht regelt beispielsweise bei Unfallversicherungen oder bei Lebensversicherungen, wer der Berechtigte im Leistungsfall ist. Das Bezugsrecht wird dabei vertraglich festgehalten, damit später bei der Frage des Leistungsbezuges keine Probleme auftreten können, wer der Berechtigte ist. Gerade in Hinblick auf kapitalbildende Versicherungen, wie eine Lebensversicherung, sollte dieses Recht zwingend vertraglich geregelt sein. Im Erlebensfall würden dem Versicherungsnehmer selbst die Leistung der Versicherung ausgezahlt werden, wobei bei einem möglichen Todesfall der versicherten Person, der Bezugsberechtigte die Leistung empfängt. Der Bezugsberechtigte wird ebenfalls in dem abzuschließenden Vertrag angegeben und im Versicherungsschein benannt. Dabei kann der Bezugsberechtigte auf verschiedene Arten festgelegt werden. So kann die Festlegung entweder widerruflich oder unwiderruflich stattfinden.

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Was ist die Selbstbeteiligung in der Versicherung

In vielen Versicherungsverträgen ist von Selbstbeteiligung die Rede. Was bedeutet sie und warum gibt es sie?

Die Selbsbeteiligung ist der Anteil der meistens pro Schadenfall vom Versicherungsnehmer selbst zu zahlen ist.

Wählt man einen entsprechenden Tarif aus, wird dadurch auch die Prämie der Versicherung günstiger. Meistens ist dies der Fall in der Haftpflicht- oder Rechtschutzversicherung. Hier kann man in der Regel zwischen 150 Euro oder 250 Euro Selbstbeteiligung wählen.

Eine weitere Selbstbeteiligung die man frei wählen kann spielt in der KfZ-Versicherung eine große Rolle. zum einen kann man in der Teilkasko oder in der Vollkasko eine Selbstbeteiligung wählen um eine möglichst günstige Prämie zu erreichen.

Alles was den Schaden um die Selbstbeteiligung übersteigt ist vom Versicherer zu tragen.

Was passiert wenn man die Erstprämie nicht zahlt?

Jeder der einen Versicherungsvertrag abschließt ist unter anderem auch dazu verpflichtet die Prämien für den Vertrag zu zahlen.

Die erste Prämie, die sogenannte Erstprämie, die man zahlen muss heißt auch Einlösebeitrag. Dieser kommt großer Bedeutung bei, da die Versicherer erst Versicherungsschutz gewähren wenn diese gezahlt worden ist. Wenn man mit der Erstprämie im Verzug ist, sind die Versicherer leistungsfrei. Im Schadenfall besteht somit kein Versicherungsschutz. Der Versicherer kann die Versicherung auch wegen Nichtzahlung der Erstprämie kündigen. Dies ist im § 37 VVG geregelt.

Was bedeutet Unterversicherungsverzicht?

Unterversicherungsverzicht in der Hausratversicherung bedeutet, dass im Schadensfall nicht geprüft wird, ob eine Unterversicherung vorliegt. Somit werden im Schadensfall keine Kürzungen vorgenommen und als maximale Entschädigung die vereinbarte Versicherungssumme gezahlt.

Bei der Hausratversicherung gehen die Versicherer davon aus das der Wert pro Quadratmeter eine bestimmte Summe x beträgt. Sagen wir mal 600 Euro pro Quadratmeter.

Nun hat Ihre Wohnung 60 qm. Um einen Unterversicherungsverzicht zu vereinbaren müsste die Versicherungssumme 36.000 Euro betragen.

Wenn Sie jetzt aber nur eine Versicherungssumme von 18.000 Euro vereinbart haben kommt es zu einer Unterversicherung.

Wenn es zu einem Schaden kommt, der 10.000 euro beträgt, bekommen Sie nur 5.000 Euro ersetzt. Denn es ist nur der halbe Wert Ihres Hausrats versichert.

Falls Sie aber in Ihrer 60 qm Wohnung teurer eingerichtet sind, sollte auf jeden Fall eine entsprechend höhere Versicherungssumme gewählt werden. Denn die gewählte Versicherungssumme stellt die maximale Entschädigung dar.



Allmählichkeitsschäden in der Haftpflichtversicherung

Ausgeschlossen sind Haftpflichtansprüche aus Sachschäden, die nicht durch spontane, sondern durch allmähliche Einwirkung der Temperatur, von Gasen, Dämpfen, Rauch, Feuchtigkeit oder von Niederschlägen entstehen.

Unter den Begriff Niederschläge fallen auch Rauch, Ruß, Staub. Dem Begriff Feuchtigkeit sind auch andere Flüssigkeiten als Wasser, z. B. auch Mineralöl zuzuordnen.
Beispiele:

  • Durchfeuchtung von Wänden durch eine ständig leckende Wasserleitung;
  • Verkohlen von Holz durch längere Hitze (ohne Brand)



Was bedeutet der Mitwirkungsanteil von Krankheiten?

Der Mitwirkungsanteil legt fest, ab welchem Grad der Behinderung eine Vorerkrankung bei der Feststellung des Invaliditätsgrades überhaupt mindernd berücksichtigt wird. Ein höherer Mitwirkungsanteil bedeutet also, dass Vorerkrankungen weniger oft zu Leistungsminderungen oder gar zu gänzlichem Leistungsausschluss führen.